Instagram Auszeit – warum ich Social Media gelöscht habe

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Vor einer Woche habe ich eine Entscheidung getroffen habe.

Eine, die ich schon seit einem Jahr mit mir rumtrage, aber erstmal von vorne: 

in den letzten 1,5 Jahren habe ich versucht einen Instagram-Account aufzubauen und mir wahnsinnig viel Stress und Druck damit gemacht. Ich wollte unbedingt „gemocht werden“, „inspirierend sein“ und „tollen Content machen“. 

Wenn du auch schonmal in der Creator-Bubble auf Instagram gelandet bist, kennst du sicherlich die tausend Tipps a la „du musst jeden Tag posten“, „am besten sprichst du täglich in die Kamera“ und „du darfst keinen Tag offline sein“. Und ehrlich gesagt, immer, wenn ich wirklich jeden Tag gepostet habe, sind meine Views auch hochgegangen und ich habe Follower gewonnen. 

Aber innerhalb kürzester Zeit war ich energetisch total am Boden. 

Ich habe wirklich viel ausprobiert. Ich habe 1 Woche im voraus meine Posts geplant, ich wusste was ich in der Story poste und alles war sehr durchgetaktet. Oder ich habe dann Reels generiert, wenn ich „kreativ“ war und sie dann geplant bis hin zu „go with the flow“. Aber: in allen Varianten hat sich der Großteil meiner Gedanken immer darum gedreht, was ich als nächstes Posten könnte, ob das was ich gerade erlebe teilenswert ist, oder ob ich das lieber privat halten will. Ich habe mein Leben nur noch durch die Brille gesehen, ob das jemand anderem was bringt.

Letzes Jahr Dezember habe ich den ganzen Monat nicht gepostet. Ich habe mir überlegt, was wäre, wenn ich Instagram sein lasse. Aber gleichzeitig hatte ich immer die Stimme im Kopf „aber, was ist wenn du bald deinen Durchbruch hast“. 

Also habe ich weitergemacht. Ich habe meine Themen häufiger gewechselt als ich zugeben will und ständig mein Profil überarbeitet. Genauso meine Website. Ich bin total in einem Optimierungszwang gelandet. 

Und das schlimmste: Ich habe mich total verloren. 

Also habe ich am letzte Woche Samstag morgen etwas beschlossen – ich lag morgens auf der Couch mit meinem Journal. Ich war noch ganz emotional, weil mein Papa am Freitag Abend zu mir gesagt hat „wenn du dich nie für etwas entscheidest, was du machen willst, wirst du nie zufrieden sein“ und damit hat er einen wunden Punkt getroffen. 

Und während ich also auf der Couch journale, wird mir einfach bewusst: 

„Ich muss aufhören mit Social Media.“ 

Als ich das gedacht und geschrieben habe, hat es sich angefühlt, als hätte sich ein Stein von meiner Brust gelöst. Ich habe mich wie befreit gefühlt. 

Und nein, ich habe meinen Account noch nicht gelöscht, aber ich habe die App von meinem Handy gelöscht und es fühlt sich so gut an. 

Ehrlicherweise kommen immernoch die Gedanken „soll ich nicht doch lieber weiterposten? Was wenn ich kurz vor meinem Durchbruch gestanden wäre?“. Aber diesmal will ich auf meine Intuition hören. Ich will Abstand gewinnen und erstmal meine eigene Stimme wieder hören, bevor ich weitere Entscheidungen treffe. 

Jetzt ist es raus.

Ich bin offline. 

Und es fühlt sich so gut an.

Vor allem endlich auf meine Intuition zu hören. Trotz Angst etwas zu tun, was mir meine Intuition sagt.

Vielleicht bin ich in ein paar Monaten wieder online. Aber dann mit einem anderen Mindset. Mit dem, dass ich etwas teile, weil ich es teilen will und nicht weil ich denke, dass ich das teilen muss, um mein Business aufzubauen.


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