Hormonstörer in Kosmetik: Diese Inhaltsstoffe solltest du kennen.
Ich habe jahrelang Produkte gekauft, ohne einmal auf die Rückseite zu schauen. Das hier hat das geändert.
Ich bin ganz einfach gestrickt – ich habe früher einfach gekauft was ich bei anderen gesehen habe. Eine Empfehlung hier, eine Werbung dort und schon war das Produkt im Warenkorb.
Inhaltsstoffe?
Interessierten mich nicht. Ich dachte, wenn es so viele kaufen und vor allem diese tollen Ergebnisse haben, wird es schon okay sein.
Dann kam der Moment, der das geändert hat. Eine Freundin schickte mir ein Reel, in dem gesagt wurde, dass meine Tagescreme – die, die alle Entzündungen in den Griff bekommen hat – potenziell krebserregende Stoffe enthält.
Sie landete sofort im Müll.
Und plötzlich fragte ich mich, was sonst noch so in meinen Produkten steckt.
Was ich seitdem über Hormonstörer in Kosmetik weiß
Durch dieses Erlebnis habe ich angefangen mich damit zu beschäftigen, was alles in unserer Kosmetik enthalten ist. Was ich dir hier erzähle, ist das, was ich in den letzten Monaten gelernt habe – als Frau mit PCOS, die verstehen wollte, was ihrem Körper guttut und was nicht.
Hormonstörer sind Stoffe, die in das Hormonsystem eingreifen können. Sie machen das nicht laut und auffällig, sondern leise, über Zeit. Manche ahmen Östrogen nach, andere blockieren bestimmte Prozesse im Körper. Was das konkret bedeutet, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Für mich mit PCOS ist das Thema besonders relevant, weil mein Hormonsystem ohnehin aus dem Gleichgewicht ist.
Ein einzelnes Produkt macht vielleicht keinen großen Unterschied. Aber wenn du morgens aufwachst und Cleanser, Tonic, Serum, Augencreme, Tagescreme, Make-Up verwendest und abends nochmal Cleanser, Tonic, Serum, Nachtcreme. Dann kommen schnell 10 bis 15 Produkte zusammen. Die addieren sich.
Die Begriffe, auf die ich jetzt immer schaue
Ich kam mir vor wie im Dschungel, so viele Begriffe und Namen, mein Kopf hat geraucht und nirgends habe ich eine einfache Erklärung für sie gefunden. Hormonstörer in Kosmetik zu erkennen war für mich am Anfang überwältigend
Ich habe mir gewünscht, dass sie jemand einfach erklärt und genau das versuche ich hier:
Parabene
Konservierungsstoffe, die östrogenartig wirken können. Erkennst du an der Endung -paraben: Methylparaben, Propylparaben, Butylparaben. Stecken in sehr vielen günstigen Cremes und Lotionen.
Parfum / Fragrance
Klingt harmlos, ist es oft nicht. Hinter diesem einen Wort können Dutzende verschiedene Substanzen stecken. Darunter sogenannte Phthalate, die ebenfalls hormonell wirksam sein können. Hersteller müssen nicht offenlegen, was genau dahintersteckt.
Mineralöle (Paraffinum Liquidum, Petrolatum)
Günstige Füllstoffe aus der Erdölverarbeitung. Kurzfristig fühlt sich die Haut weich an, langfristig können sie die natürliche Hautfunktion beeinträchtigen. Bestimmte Varianten stehen im Verdacht, sich im Körper anzureichern.
PEG-Verbindungen
Alles mit PEG- am Anfang. Diese Stoffe machen die Haut durchlässiger, was bedeutet, dass andere Substanzen leichter eindringen. Bei sensibler oder hormonell reaktiver Haut ist das das Letzte, was du willst.
Wie ich das inzwischen praktisch handhabe
Man liest einfach überall, was man tun und lassen soll, was dem Körper schadet und was man alles tunlichst meiden sollte. Ich bin keine Perfektionistin. Ich lebe in der echten Welt, nicht in einer Idealwelt. Aber ich habe eine Grenze gezogen und die halte ich seitdem.
Konkret bedeutet das: Ich kaufe keine Pflege mehr, ohne vorher die Inhaltsstoffe gecheckt zu haben. Die App CodeCheck hilft dabei enorm, einfach den Barcode scannen, und du siehst sofort, was drin ist und wie es bewertet wird. Perfekt für uns, die keine Experten auf diesem Gebiet sind.
Für meine tägliche Pflege setze ich auf Ringana. Eine Naturkosmetikmarke, die konsequent ohne Parabene, Silikone, PEGs, synthetische Duftstoffe und Mineralöle arbeitet. Die Produkte sind vegan und frei von Mikroplastik.
Was ich mir damals gewünscht hätte
Dass mir jemand früher gesagt hätte: Du musst keine Expertin werden. Du musst nicht jeden Begriff auswendig kennen.
Es reicht, wenn du anfängst hinzuschauen.
Das Produkt umdrehen. Lesen. Scannen. Du musst nicht sofort auf 100% naturreiner Kosmetik wechseln – aber ich finde es wichtig, dass du weißt, was du dir täglich auf die Haut gibst. Sie ist dein größtes Organ. Alles, was du aufträgst, wird Teil deines Körpers.
Du willst tiefer einsteigen?
Im kostenlosen 10-Tage-Training zeige ich dir, wie Inhaltsstoffe, Hormone und Haut zusammenhängen – und was du konkret verändern kannst. Eine Mail pro Tag. Zwei Minuten Lesezeit.
Oder schau zuerst, welcher Hauttyp du bist:
Fragen? Ich antworte persönlich.